Fehlerquellen bei Schweißarbeiten

Vermeidbare Fehlerquellen bei Schweißarbeiten 

Im Grunde genommen, ist es gar nicht so schwer, Schweißarbeiten durchzuführen, wobei für das Schweißen gilt, dass nicht nur theoretische Kenntnisse, sondern vor allem auch Übung und Erfahrung letztlich zu den besten Ergebnissen führen.

Dennoch gibt es beim Schweißen eine Reihe unterschiedlicher Fehlerquellen, die sich nicht nur auf die Qualität der Schweißarbeit auswirken, sondern auch die Sicherheit des Schweißers und seiner Umgebung beeinflussen. Hier eine Übersicht über einige Fehlerquellen, die jedoch durchaus vermeidbar sind.

 

•        falsches Schweißgerät.

Sollen dickere Materialen verschweißt werden, empfiehlt sich ein Elektrodenschweißgerät, bei Schweißarbeiten an dünnen Blechen oder beispielsweise an Karosserien ein Schutzgasschweißgerät.

 

•        falsche Einstellungen oder fehlerhaftes Zubehör.

Wird die Stromstärke zu hoch eingestellt, führt dies dazu, dass der Einbrand zu tief ist und zudem Schweißspritzer um die Naht zu sehen sind. Weitere mögliche Fehlerquellen sind eine zu niedrig gewählte Stromstärke, ein zu schwacher Stromkreis, beispielsweise weil die Netzleitung des Trafos gestört ist oder die Masseklemme keinen ausreichenden Kontakt hat, oder eine feuchte Elektrode.

•        mangelhafte Vorbereitung.

Schweißarbeiten können nur dann effektiv ausgeführt werden, wenn die Oberfläche des Werkstücks sauber sowie frei von Beschichtungen, Staub, Fett oder Öl ist. Mangelhaft gesäuberte Werkstückoberflächen führen überdies häufig zu Schlackeneinschlüssen. 

•        fehlerhafter Transport oder falsche Lagerung und Aufstellung von Gasflaschen.

Hierdurch besteht Explosionsgefahr!

•        keine Schutzbekleidung.

Trägt der Schweißer keine ausreichende Schutzbekleidung riskiert er Verbrennungen der Haut sowie ein Verblitzen oder Verletzungen der Augen. Zudem können die beim Schweißen entstehenden Dämpfe die Atemwege schädigen.

•        unzureichende Absicherung der Schweißstätte.

Hierzu gehört, dass sich keine brennbaren Gegenstände in ummittelbarer Nähe der Schweißstätte befinden, ein Feuerlöscher oder zumindest ein Eimer mit Wasser greifbar sind und für eine gute Lüftung gesorgt ist. Zudem sollte die Schweißstätte so gewählt werden, dass sich der Schweißer auf seine Schweißarbeit konzentrieren kann und nicht auf die Verletzungsrisiken Dritter oder durch Dritte achten muss.

Anleitungen und Ratgeber zu Schweißtechniken und Schweißverfahren:

Thema: Vermeidbare Fehlerquellen bei Schweißarbeiten

6 Gedanken zu „Fehlerquellen bei Schweißarbeiten“

  1. Ich denke auch, dass die meisten Fehler dadurch entstehen, dass die Leute einfach wild drauf los schweißen, ohne sich vorher zu informieren und ohne die Vorarbeiten ordentlich durchzuführen. Aber es stimmt wirklich, dass beim Schweißen – wie auch beim Löten und allen anderen handwerklichen Tätigkeiten – die Übung den Meister macht!

  2. Tja und vor allem fangen Laien gerne mal Arbeiten an, die sogar für einen Profi eher schwierig sind. Da sind Fehler und Frust doch vorprogrammiert!

  3. ich bin Anfänger und habe nun schon viele Stunden „geübt“ an teils auch brauchbaren Objekten. Ich muss schon sagen, man könnte mehr Informationen preisgeben über die Elektrodenführung im Schweissbad, was ist wenn zuviel/zuwenig Strom fliesst etc…, am besten sichtbar bei Betrachtung mit Kamerasicht durch ein Schutzhelm. So würde mancher Anfänger viel schneller schweissen können. Zur Aussage, dass Anfänger gerne schwierigere Arbeiten haben, kann ich zustimmen, denn man kommt ja selten auf die Idee, ich könnte einfach mal schweissen lernen, ohne Idee dahinter. Selbstverständlich sollte man solange üben, bis man sich dann am richtigen Objekt die Arbeit zutraut. Dann klappt es dann auch immer besser. Youtube hilft da auch sehr weiter mit Videos über die Lichtbogenführung etc…

  4. Etwas mehr Informationen über Anfangsfehler wäre sehr hilfreich, bin Elektroniker und habe früher Schweißgeräte aller Art repariert, danach einen Schweißtest einfache Schweißnähte ausgeführt. Später habe ich einige Werkstücke aus Stahl mit meinem Wechselstrom E-Schweißgerät an der Werkbank recht gut geschweißt. Nun muss ich Edelstahl Rohre z B 20 X 20 X 2 mm schweißen, die Elektrode Thermanit GEW 316L-17,Material sauber und fettfrei, egal welchen Strom ich einstelle, die Elektrode klebt beim ersten Zündfunken ziehen. Bei extremen Strom schmilzt alles kaputt. Das Gerät wurde einige Jahre nicht genutzt und werde deshalb alle Kontakte und Verbindungen überprüfen. Die äußeren Kabelanschlüsse sind sauber und fehlerfrei. Ansonsten weiß ich keinen Rat mehr.
    Dankeschön für einige gute Tipps.

  5. Hallo,

    ich bin kein Schweißer, hab es daher hier versucht, Informationen einzuholen wie man sich vorbereitet, was zu beachten ist und und und…

    @Herr Heer: was ich da zu Ihrer Anfrage auf dieser Seite hier gefunden habe, ist (siehe oben) :

    • falsches Schweißgerät.

    Sollen dickere Materialen verschweißt werden, empfiehlt sich ein Elektrodenschweißgerät, bei Schweißarbeiten an dünnen Blechen oder beispielsweise an Karosserien ein Schutzgasschweißgerät.

    Bei Rohren mit einer Materialstärke von 2mm sollte man also zu einem Schutzgasschweißgerät greifen.
    Oder liege ich da falsch? Sorry für den späten Post.

    Dennoch habe ich auch hier auf der Webseite noch nicht das gefunden, was ich suche:
    Eine Anleitung für Dummies…Anfänger, die sich einen Schweißkurs von 1.100 Euronen nicht leisten wollen, da sie die Schweißarbeiten nicht beruflich tätigen, sondern im Hobby anwenden können wollen.
    Ich will die Schutzmaßnahmen nicht untergraben -im Gegenteil-, dennoch reicht es meines Erachtens nach aus, von ausgebildeten Bekannten oder dem geübten Nachbarn Grundlagen zu erfahren die zwingend erforderlich sind. Vieles kann man nicht nur studieren, sondern sollte man lange probieren…! Wie von den anderen Postern bereits getippt: Übung macht mehr Meister.

    Ich will ja als erstes Projekt kein Gerüst bauen, auf dem Fenster im 4 Stock geputzt werden sollen…oder ein Motorrad…….obwohl… ;O)…nein!

    …aber ein paar Bleche zu Wannen für den Garten formen oder eine Gaderobe mit Haken, ein Regal aus Metallresten, eine Halterung für Werkzeuge oder sonst irgendwelche Ideen würde ich schon gerne ausleben…

    Meine Fragen als absoluter Neuling wären daher:

    – Welche Metalle/ Legierungen kann man schweißen, bei welchen macht es keinen Sinn?
    – Wie erkenne um welches Metall/ Legierung es sich handelt?
    – Wo gibt es Tabellen auf denen Richtwerte (Hitze/ Schweißdauer/ Strom) für Materialstärken stehen?
    – Wie transportiere ich Schutzgasflaschen „sicher“ mit dem Auto?
    – Wie ist das richtige Gemisch aus Gas und Sauerstoff zusammengesetzt?
    – Wie sollte die Flamme „aussehen“, um gute Resultate zu erhalten?

    Vielen Dank für ein paar gute Tips!
    Jonas

  6. @Jonas: Keine Ahnung ob das noch aktuell ist aber hier mal ein paar Hinweise von mir: Aus deinem Post erkennt man nicht mit welchem Verfahren du überhaupt schweißen willst bzw. was dir zur Verfügung steht? Wenn du das Hobbymäßig machst und nicht viel Geld ausgeben willst, empfiehlt sich ein Elektrodenschweißgerät, dieses ist recht günstig zu kaufen und du benötigst keine Gasflaschen. Für dein Vorhaben Kisten zu schweißen, reicht ein normaler Baustahl wie zb. ein S235JR, dieser lässt sich auch hervorragend schweißen. Als Stabelektrode kann ich zb. die Gricon 8A empfehlen, da sie wenig „klebt“ und gut zündet. Die Stromstärke hängt nicht von der Materialdicke ab, sondern vom Elektrodendurchmesser (Kerndurchmesser). Hier gilt die Faustformel: Kerndruchmesser der Elektrode mal 45 = Einzustellender Strom (Ampere). Denk daran, dass dieser Stahl rostet und du ihn also im Anschluss Grundieren bzw. lackkieren musst. Ein Schweißerschirm sowie Handschuhe sind natürlich Pflicht!

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