Lehrgang als Schweißfachingenieur

Übersicht zum Lehrgang als Schweißfachingenieur 

Ein Schweißfachingenieur ist eine Schweißaufsichtspersonen, die über umfassende schweißtechnische Kenntnisse verfügt und die Verantwortung bei der Herstellung von sicheren und dauerhaften Konstruktionen im Metallbau sowie bei der Fertigung von Maschinen, Fahrzeugen und Anlagen trägt.

Zu den wesentlichen Aufgaben eines Schweißfachingenieurs gehört somit die Realisierung eines Projekts von der Konstruktion bis zur Herstellung sowie die Sicherstellung einer wirtschaftlichen Fertigung. 

 

In erster Linie sind Schweißfachingenieure in Betrieben der Metallindustrie tätig, aber auch in größeren Handwerksbetrieben sowie im Hoch- und Tiefbau, beispielsweise im Brücken- und Tunnelbau, werden Schweißfachingenieure beschäftigt.

Weitere Tätigkeitsfelder finden sich beispielsweise in der chemischen Industrie, der Energieversorgung, in Ingenieurbüros für technische Fachplanung oder bei Schweißfachverbänden. Um eine Aus- und Weiterbildung zum Schweißfachingenieur absolvieren zu können, bedarf es eines abgeschlossenen Ingenieurstudiums an einer Universität, einer Technischen Hochschule, einer Fachhochschule oder einer technisch orientierten Berufsakademie.

Daneben ist die Teilnahme auch mit einem BSc- oder einem MSc-Abschluss in einem technischen Fachbereich möglich. Berufserfahrung ist grundsätzlich nicht erforderlich, eine mindestens einjährige Berufspraxis jedoch empfehlenswert. Die Weiterbildung erfolgt an Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalten und wird nach den Richtlinien für Schweißaufsichtspersonal des DVS durchgeführt.

Hier eine weitere Übersicht zum Lehrgang:

       

Der Lehrgang dauert insgesamt 438 Stunden, was bei einer Ausbildung in Vollzeit einer Dauer von etwa drei Monaten entspricht. Dabei gliedert sich der Lehrgang in drei Teile, die auch getrennt voneinander, allerdings innerhalb von drei Jahren absolviert werden können.

       

Die Teile 1 und 3 des Lehrgangs behandeln vier Hauptgebiete. Das erste Hauptgebiet, für das der Lehrgang 93 Stunden vorsieht, behandelt Schweißprozesse und die Schweißausrüstung, zu den Themen gehören die Autogentechnik, klassische sowie Sonderschweißverfahren, Schneiden, Löten, Fügen, Spritzen und Schneiden sowie Stromquellen.

Das zweite Hauptgebiet beschäftigt sich in einem Zeitrahmen von 111 Stunden mit Werkstoffen und deren Verhalten beim Schweißen. Hauptgebiet 3 hat die Konstruktion und die Gestaltung zum Thema, der Lehrplan sieht hierfür 64 Stunden vor.

Das vierte Hauptgebiet kümmert sich in einem Zeitfenster von 110 Stunden um die Fertigung und die Anwendungstechnik, wobei hierzu auch die Arbeitssicherheit gehört. Diese beiden Lehrgangsteile können teilweise auch per Fernlerngang und computergestützt absolviert werden. Nach Abschluss des ersten Lehrgangsteils wird eine Zwischenprüfung abgenommen.

       

Teil 2 des Lehrgangs ist der praktische Teil der Ausbildung, für den 60 Stunden vorgesehen sind. Vermittelt werden hierbei die praktischen Grundlagen im Hinblick auf Gas-, Lichtbogen-, Metallschutzgas- und Wolframschutzgasschweißen, zudem beinhaltet dieser Lehrgangsteil auch die Vorführung anderer Schweißprozesse.

       

Der Lehrgang schließt mit einer Prüfung ab, die schriftlich und mündlich abgenommen wird. Wird die Prüfung erfolgreich abgelegt, erhält der Prüfling ein Zeugnis in deutscher Sprache, das in als Schweißfachingenieur auszeichnet. Zudem werden auch zwei englischsprachige Diplome ausgegeben, einerseits als European Welding Engineer und andererseits als International Welding Engineer.

Mehr Anleitungen zum Schweißen und Schweißtechniken:

Thema: Übersicht zum Lehrgang als Schweißerfachingenieur

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