Karosserie schweißen

Karosserie schweißen

Die Karosserie eines Fahrzeuges ist sein kompletter Aufbau und wird, weil die Karosserie auf einem Fahrgestell oder einem Fahrwerk aufbaut, in der Fachsprache als Fahrzeugaufbau bezeichnet.

Welches Schweißverfahren beim Karosserie schweißen eingesetzt wird, hängt davon ab, welches Material verbunden werden soll und ob es sich um einen Neuaufbau der Karosserie, die Instandsetzung oder eine Reparatur in der eigenen Garage handelt. Beim Neuaufbau einer Karosserie wendet die Industrie überwiegend das Punktschweißen an.

Beim Punktschweißen werden die Karosserieteile durch zwei gegenüberliegende Elektroden an einem Punkt zusammengepresst. Durch die Elektroden gelangt Strom in die Bleche, die daraufhin aufschmelzen, wobei der Druck während und nach dem Stromfluss die stabile Verbindung unterstützt.

Die Schweißnaht entsteht, wenn die aufgeschmolzenen Teile wieder erstarren. Als Werkzeuge dienen der Automobilindustrie Roboterzangen, Punktschweißzangen an Industrierobotern, oder auch manuell bediente Schweißzangen, sogenannte Handzangen, bei großflächigen Verschweißungen kommen Vielpunktschweißstationen zum Einsatz.

Beim Karosserie schweißen eines Mittelklassewagens werden durchschnittlich etwa 3600 bis 3800 Schweißpunkte aufgebracht. Bei Instandsetzungsarbeiten wird das defekte Karosserieteil entfernt, das neue Tel eingepasst und alle Kanten entgratet.

Nach dem Aufbringen eines Korrosionsschutzes wird das neue Karosserieteil eingeschweißt, wobei auch hier nach Möglichkeit Widerstandschweißverfahren zum Einsatz kommen. Wer selbst Karosserieteile anschweißen möchte und über die entsprechende Ausstattung und vor allem Erfahrung verfügt, folgt der Anleitung für Schutzgasschweißverfahren.

Aktive und inierte Gase

Zu den Schutzgasschweißverfahren zählen das MIG-, das MAG– und das WIG-Schweißen. Bei diesen Schweißmethoden brennt ein Lichtbogen zwischen einer Drahtelektrode und dem Werkstück, wobei die Elektrode von einer Düse umgeben ist, aus der Schutzgas austritt.

Die Schutzgase werden in inerte und aktive Gase unterschieden, also in Gase, die keine oder eine aktive Verbindung mit den Werkstoffen eingehen.

Der Unterschied zwischen den Schutzgasschweißungen MIG/MAG und WIG besteht darin, dass bei MIG/MAG die Elektrode abschmilzt und den Schweißzusatzstoff darstellt, während die Wolframelektrode bei WIG ausschließlich stromführend ist, aber nicht abschmilzt. Generell muss beim Karosserie schweißen auf die Temperatur geachtet werden, damit die Bleche nicht durchgebrannt werden.  

Karosserie Schweißen in der amerikanischen Hot-Rod Szene im Video: 

Anleitungen und Ratgeber zu Schweißtechniken und Schweißverfahren:

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