Zylinderkopf schweißen

Zylinderkopf schweißen

Die sehr komplizierte und aufwendige Fertigung macht den Zylinderkopf neben dem Motorblock zu den teuersten Teilen in einem Fahrzeug. Bei einem Verbrennungsmotor schließt der Zylinderkopf aus Sicht des hin- und hergehenden Kolbens der Verbrennungsraum nach oben ab, wobei auch bei Boxermotoren oder bei Motoren, die wie beispielsweise in Flugzeugen hängend eingebaut sind, von einem Zylinderkopf gesprochen wird.

Im Zylinderkopf sind bei allen Viertaktmotoren die Ein- und Auslasskanäle sowie die Ventilsteuerung bei Gaswechselvorgängen untergebracht, bei Ottomotoren die Zündkerzen und bei Dieselmotoren die Einspritzdüsen sowie die Glühkerzen.

Prinzipiell kann eine Autowerkstatt den Zylinderkopf schweißen, wenn dieser Risse aufweist. Allerdings müssen diese Risse  im Vorfeld gesäubert und recht tief und breit ausgefräst werden, da sich ansonsten danebenliegende Dichtflächen verziehen, Ventilsitze und Ventilführungen ihren festen Sitz verlieren und sich lösen würden.

Die Folge hiervon wäre ein meist irreparabler Motorschaden. Risse zwischen der Zündkerzenbohrung und dem Ventilsitz, im Auslasskanal oder zwischen dem Auslasskanal und dem Brennraum werden zunächst ausgefräst, vorgewärmt, verschweißt und die Schweißstelle entsprechend nachgearbeitet.

Auspuffstehbolzen

Bei ausgerissenen oder ausgebrochenen Auspuffstehbolzen wird die alte Bohrung weggefräst, aufgeschweißt und nach Bearbeitung ein neues Gewinde gebohrt, bei einem gerissenen Ventilführungsdom wird die alte Bohrung weggefräst, neu aufgeschweißt und nach Bearbeitung der Schweißstelle eine Bohrung gespindelt. Häufig folgt das Zylinderkopf schweißen der Anleitung zum WIG-Schweißen. 

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Nach Zündung des Lichtbogens durch einen Kurzschluss oder einen Hochfrequenzzünder wird der Brenner zur Schweißstelle geführt, die aufgeschmolzenen Teile fließen ineinander und bilden nach ihrer Erstarrung die Schweißnaht. Ein eventueller Schweißzusatzstoff wird manuell oder mechanisch zugeführt.

Die stromführende Wolframelektrode schmilzt beim WIG-Schweißen nicht ab, ist jedoch von einer Düse umgeben, aus der Schutzgas austritt. Dieses Schutzgas, Argon, Helium, Stickstoff oder ein Gemisch daraus, schirmt den Lichtbogen und die Nahtstelle von atmosphärischen Einflüssen ab. Alternativ kommt beim Zylinderkopf schweißen das Laserstrahlschweißen zum Einsatz.

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