Schweißkonstruktionen

Schweißkonstruktionen

Bevor Schweißarbeiten ausgeführt werden können, müssen zunächst Schweißkonstruktionen hergestellt werden. Zu den wesentlichen Faktoren, die bei der Herstellung von Schweißkonstruktionen relevant sind, gehören die Beanspruchung, der Werkstoff, die Fertigung, die Korrosionsbeständigkeit sowie die Schweißnahtprüfung.

Gute Schweißkonstruktionen kennzeichnen sich dadurch, dass bei möglichst geringem Aufwand hinsichtlich der Schweißarbeit die bestmögliche, stabile Verbindung entsteht.

Dabei wird die Beanspruchung des Werkstückes nach der konstruktiven Gestaltung, einer ruhenden oder nicht ruhenden Beanspruchung und dem Ausmaß der Belastung beurteilt. Die Grundwerkstoffe unterteilen sich in unlegierte, höherfeste, warmfeste, nichtrostende und hitzebeständige Stähle, in Werkstoffe aus Gusseisen, in Nichteisenmetalle und in Kunststoffe und werden hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung und ihren physikalischen Eigenschaften unterschieden.

Für die Fertigung spielen die Art des Werkstückes und die Dicke des Werkstoffes, die Schweißbedingungen und die betrieblichen Gegebenheiten, die Schweißposition, die Schweißstromquellen, die benötigte Stückzahl wie auch die Schweißmethoden eine Rolle.

Diese werden in Handschweißverfahren, bestehend aus beispielsweise Schutzgasschweißungen, Lichtbogenschweißungen oder Autogenschweißungen, und vollautomatisierten Schweißverfahren, wie beispielsweise das Schweißen per Laser, Hochfrequenz oder Elektronenstrahl unterteilt. Eine Schweißnaht kann einlagig,  mehrlagig als Wurzel-, Füll- oder Decklage sowie durch Zugraupentechnik ausgeführt werden.

Die Prüfung der Schweißnaht erfolgt entweder als nichtzerstörende oder als zerstörende Prüfung. Dabei wird eine nichtzerstörende Prüfung durch Sichtkontrolle, ein Kapillarverfahren, eine Ultraschallprüfung oder eine Durchstrahlungsprüfung mit Röntgen- oder Gammastrahlen durchgeführt.

Schweißnahtkonstruktionen

Um das Erstellen der Schweißkonstruktion zu vereinfachen und effektiv zu gestalten, kann auf entsprechende Software zurückgegriffen werden, wobei alle Schritte des Schweißvorganges inklusive Vor- und Nacharbeit erfasst und die Schweißnähte meist in 3D-Optik dargestellt werden können.

Der Anleitung folgend werden alle relevanten Faktoren für die Schweißkonstruktion eingegeben und die Naht etwa als Kehl-, Heft- oder Stumpfnaht mit automatischer Ermittlung des Platzbedarfes erstellt. Die Vorteile der computergestützten Erstellung von Schweißnahtkonstruktionen liegen in der zeiteffizienten Bearbeitung, der exakten Grundlage für die Berechnung des Materialbedarfs sowie dem frühzeitigen Verhindern von Problemen bei der Fertigung. 

Anleitungen und Ratgeber zu Schweißtechniken und Schweißverfahren:

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