Schweißen HF

HF schweißen

Durch das HF schweißen werden Kunststoffe miteinander verbunden und das Anwendungsgebiet erstreckt sich von Bannern und Fahnen über Namensschilder und Buchhüllen bis hin zu diebstahlsicheren Kunststoffverpackungen. Dabei folgt das HF schweißen, das ausgeschrieben Hochfrequenzschweißen heißt, der Anleitung für Druckschweißverfahren. Maßgeblicher Faktor für das Hochfrequenzschweißen ist die Reibung von Molekülen an- und gegeneinander.

Die Energie, die für das Schweißen erforderlich ist, entsteht durch die Schwingungen der Molekulare in einem Hochfrequenzfeld direkt am Material, was bedeutet, dass die Wärme dadurch entsteht, dass die Moleküle an- und gegeneinander reiben. Durch diese Wärmeeinwirkungen erweichen und verflüssigen sich die Werkstoffe, die verbunden werden sollen.

Die Schweißverbindung entsteht dann durch das Zusammenpressen der Werkstoffe, wobei die Pressung solange aufrecht erhalten werden muss, bis die Werkstoffe wieder vollständig erkaltet sind. Alle Materialien, die durch Reibung aktivierbare Moleküle aufweisen, können durch das HF schweißen miteinander verbunden werden.

Dazu zählen beispielsweise Hart- und Weich-PVC, Polyamid, Polyester, Polyurethan oder einige Verbundmaterialien. Um Materialien per Hochfrequenzschweißung miteinander zu verbinden, die nicht genügend oder keine durch Reibung aktivierbaren Moleküle aufweisen, wozu etwa Textilien gehören, werden diese Materialien unter Verwendung von Schweißhilfsfolien oder durch durch Hochfrequenz aktivierbare Klebstoffschichten gefügt.

 Hochfrequenzschweißen

Die Vorteile des Hochfrequenzschweißens liegen in der sehr hohen Festigkeit der Nahtstelle, die bis zu 70% der Festigkeit des Grundwerkstoffes erreichen kann, sowie der sehr guten Qualität und Belastbarkeit der Nahtstelle. Diese entstehen durch den Verlauf der Temperatur und die Auskühlung unter konstantem Druck.

Darüber hinaus ermöglicht das HF schweißen auch das Verbinden von sehr dicken Folien, der Energiebedarf während des Schweißvorganges ist verhältnismäßig gering und eine Weiterverarbeitung der verbundenen Werkstücke durch verschiedene Verfahren, wie etwa ein- bis dreidimensionales Trenn- oder Korrekturschweißen ist möglich. Diesen Vorteilen stehen jedoch die hohen Investitionskosten für die Anschaffung einer Hochfrequenzschweißanlage entgegen. 

Hier mal ein Video-Beispiel zu einen Hochfrequenz-Maschine:    

Anleitungen und Ratgeber zu Schweißtechniken und Schweißverfahren:

Kommentar verfassen