Autogenes schweißen

Autogenes schweißen

Gasschmelzschweißen oder Acetylenschweißen wird umgangsprachlich auch als autogenes schweißen bezeichnet. Bei diesem Schweißverfahren, das auf den Franzosen Desbassayns de Richmont zurückgeht, werden Metalle mit einer Flamme aus Sauerstoff und Ethin erwärmt und mit einem Draht, der eine spezielle Legierung aufweist, oder direkt miteinander verschweißt.

Für das autogene schweißen werden mindestens je eine Stahlflasche mit Ethin und eine Stahlflasche mit Sauerstoff benötigt, wobei an diesen Flaschen ein Druckminderer sowie ein Ventil und Flammensicherungen, die einen Rückschlag der Flammen verhindern, angebracht sind.

Mittels einem Schweißbrenner wird die benötigte Schweißflamme aus Acetylen und Sauerstoff im Verhältnis 1:1, eine sogenannte neutrale Flamme, eingestellt. Je nach Austrittsgeschwindigkeit des Gasgemisches wird die Flamme zu einer harten oder weichen Flamme, wobei die Temperatur steigt, je härter die Flamme ist.

Die Schweißzone 

Das Gasgemisch, das verhindert, dass Luftsauerstoff an das Werkstück  gelangt, verbrennt in zwei Stufen. Zunächst findet eine teilweise Verbrennung an der Spitze des Brenners statt, wodurch Kohlenmonoxid und Wasserstoff entstehen.

Damit diese Gase jedoch vollständig verbrennen können, benötigen sie Luftsauerstoff, wodurch etwa 2 bis 5 mm vor der Flamme eine sauerstofffreie Zone, die eigentliche Schweißzone, entsteht. Innerhalb dieser Schweißzone erreicht die Flamme mit etwa 3200 Grad ihre höchste Temperatur. Das Gasschmelzschweißen wird deshalb umgangsprachlich als autogen bezeichnet, weil damit verdeutlicht werden soll, dass eine Verschweißung entsteht, die die verflüssigten Werkstoffe durch ihre Vereinigung aus sich selbst erzeugen.

Gefahren beim autogenen Schweißen 

Ein wichtiger Punkt bei der Anleitung zum autogenen Schweißen sind die Gefahren, die daraus entstehen können. Autogenes Schweißen kann zu der Bildung von nitrosen Gasen, deren Hauptbestandteil Stickstoffdioxid ist, führen, die wiederum bei ihrer Inhalation zu Schädigungen der Lunge führen können.

Daneben kann es durch das Gasgemisch zu Bränden und Explosionen und durch die hohe Temperatur der Schweißflamme zu Verbrennungen durch Funken oder heiße Teile kommen.

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