Infos und Übersicht zum Brennschneiden

Infos und Übersicht zum Brennschneiden 

Das Schweißen dient dazu, zwei Werkstücke miteinander zu verbinden. Das Gegenstück hierzu, das auf einem ähnlichen Verfahren basiert und bei dem auch eine Flamme sowie entsprechend hohe Temperaturen entscheidende Rollen spielen, ist das Brennscheiden, wobei das Verfahren des Brennschneidens dazu eingesetzt wird, um ein Werkstück zu trennen.

 

Hier nun alle wichtigen Infos und Übersicht zum Brennschneiden:

       

Die Erwärmung des zu trennenden Bereichs des Werkstücks beim Brennschneiden erfolgt such eine Flamme aus Brenngas und Sauerstoff.

Als Brenngase kommen im Regelfall Acetylen oder Propan zum Einsatz. Der erwärmte Bereich verbrennt anschließend durch den Schneidsauerstoffstrahl, wobei sich die Schnittfuge dadurch bildet, dass der Brenner relativ zum Werkstück bewegt wird. Zeitgleich bläst der Sauerstoffstrahl die Schlacke, die aus Schmelze und Oxiden besteht, aus der Schnittfuge. 

       

Das Brennschneiden eignet sich besonders für Werkstücke aus Stahl, wobei alle die Stähle gut per Brennscheider getrennt werden können, die einen Kohlestoffgehalt von bis etwa 0,3 Prozent haben, in erster Linie somit unlegierte oder niedrig legierte Stähle. Insgesamt können allerdings nur solche Metalle getrennt werden, die im Sauerstoffstrom verbrennen und deren Entzündungstemperatur unter ihrer Schmelztemperatur liegt.

Einige Werkstücke machen es erforderlich, den zu trennenden Bereich vorzuwärmen, da es ansonsten zu Rissen oder einer Aufhärtung im Bereich der Schnittfläche kommen könnte. Zu diesen Werkstoffen gehören beispielweise Stähle, deren Mindestzugfestigkeit über 800 N/mm beträgt.

Grauguss beispielsweise eignet sich jedoch nicht für das Brennschneiden, da der hohe Kohlenstoffanteil eine zu hohe Zündtemperatur bedingt. Bei anderen Werkstücken, die sich nur bedingt durch Brennscheiden trennen lassen, besteht allerdings die Möglichkeit, auf Sonderverfahren wie beispielsweise das Metall-Pulver-Brennschneiden zurückzugreifen. 

       

Die wesentlichen Vorteile des Brennschneides liegen darin, dass auch recht dicke Materialstärken mit hoher Vorschubgeschwindigkeit bearbeitet werden können. Zudem ist es bei einer manuellen Beabreitung in aller Regel nicht erforderlich, die Werkstücke auf speziellen Vorrichtungen einzuspannen. Allerdings liegen die Nachteile in der Brandgefahr, den möglichen Materialveränderungen an den Schnittkanten sowie den Einschränkungen, die sich durch die Spannungszustände der Werkstücke ergeben.

       

Das für das Brennschneiden erforderliche Gerät ist der Brennschneider, der auch als Brennscheidgerät, Schlauchsäge oder Feuersäge bezeichnet wird. Dabei gliedern sich Brennschneider in Abhängigkeit zu ihrer Größe und ihrem Anwendungsbereich in Handschneidbrenner und Maschinenschneidbrenner. Handschneidbrenner finden vor allem in Werkstätten und auf Baustellen Verwendung, daneben gehören sie auch zur Ausstattung der Feuerwehr und des THW. 

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