Anleitung zum Löten

Alternative zum Schweißen – Anleitung zum Löten 

Eine Alternative zum Schweißen, die ebenfalls ermöglicht, zwei Werkstücke dauerhaft miteinander zu verbinden, ist das Löten. Die Verbindung entsteht mithilfe eines geschmolzenen Zusatzmetalls, dem sogenannten Lot, und meist unter Verwendung von Flussmitteln oder Lötschutzgasen.

Dabei ist die Schmelztemperatur des Lotes niedriger als die Schmelztemperatur der zu verbindenden Werkstücke, was bedeutet, dass die Werkstücke mit dem verflüssigten Lot benetzt und durch sein Erstarren verbunden werden. 

 

Im Gegensatz zum Schweißen werden die Werkstücke dabei nicht aufgeschmolzen.  Grundsätzlich wird beim Löten zwischen dem Weich- und dem Hartlöten unterschieden. Das Weichlöten erfolgt bei Temperaturen unter 450 Grad, vom Hartlöten wird gesprochen, wenn die Arbeitstemperatur des Lotes über 450 Grad liegt.

Daneben wird zwischen zwei Lötmethoden unterschieden, nämlich einerseits dem Löten von elektrischen und elektronischen Bauteilen und andererseits dem Löten von Metallteilen.

        Für das elektrische und elektronische Löten wird ein Lötkolben sowie ein Lötmittel mit einem korrosionsfreien Flussmittel benötigt. Wichtig ist dabei, dass die Lötspitze immer gut gereinigt ist. Der überwiegende Teil von elektronischen Lötstellen liegt zwischen einem Draht und einer Leiterplatte oder zwischen einem Draht und einer Lötfahne. Vor dem Löten wird der Draht durch ein Loch der Öse oder der Platte gefädelt und bei Ösen um etwa 90 Grad, bei Platten um etwa 45 Grad abgewinkelt.

Um sicherzustellen, dass keine anderen Bauteile durch die Wärmeeinwirkung beschädigt werden, sollte die Lötstelle mindestens 1,6mm von diesen entfernt sein. Der Punkt, an dem der Draht aus der Lötstelle heraustritt, ist der Schwachpunkt eines gelöteten Kupferdrahtes, weshalb dieser Draht nach dem Löten nicht gebogen werden sollte.

Insgesamt sollte man beim Löten recht zügig vorgehen, denn wird Kupferdraht und insbesondere Litzendraht zu stark erhitzt, kann er beschädigt werden. Zudem ist es möglich, dass Reste des Lötmittels zurückbleiben, die zu einem Kurzschluss führen oder eine mangelhafte Lötstelle begründen können.

        Für das Zusammenlöten von Metallteilen gibt es mehrere Möglichkeiten:

Stoßverbindungen sind weich und werden beispielsweise bei Dächern oder Kehlblechen verwendet, um Fugen abzudichten. Für Stangen oder Röhren eignen sich Stoßverbindungen allerdings nicht, diese werden durch eine Lötverbindung mit abgeschrägten Kanten verbunden. Die Gießnaht ist die einfachste Methode, um Blechteile miteinander zu verlöten.

Je größer die Überlappung ist, desto fester wird die Lötverbindung, allerdings kann es bei einer sehr großen Überlappung notwendig werden, im Vorfeld zu verzinnen. Soll die Lötverbindung eine glatte Seite aufweisen, wird anstelle der Gießnaht per Laschenstoß verbunden, eine noch größere Knickfestigkeit weist die Doppelfalznaht auf, die allerdings ein Verzinnen, ein Beschichten der Spitze mit Lot, im Vorfeld erfordert. Werden beispielsweise Kupferinstallationsleitungen oder andere Stangen und Röhren per Laschenstoß miteinander verbunden, wird in diesem Zusammenhang auch von einer Muffenverbindung gesprochen.

       

Bei der Wahl eines geeigneten und qualitativ hochwertigen Lotes sollte darauf geachtet werden, dass das Lot leicht zerfließt und sich so mit der Oberfläche verbindet oder eine Legierung bildet, wobei es schon bei recht niedrigen Temperaturen schmelzen sollte. Zudem sollte es so fest wie möglich sein, dabei allerdings nicht spröde.

 Lötgeräte      

Als Lötgeräte kommen grundsätzlich entweder Lötkolben oder Lötpistolen in Betracht. Lötkolben werden mit einem Leistungsbereich ab 15 bis 250 Watt angeboten. Wichtig ist, dass die Spitzen fest sitzen und sich problemlos auswechseln lassen. Grundsätzlich müssen Lötkolben und Spitze immer auf die jeweilige Arbeit abgestimmt werden.

So sind Lötkolben mit einer 12,5mm breiten Spitze und einer Leistung von 120 Watt für größere elektrische Lötarbeiten zu empfehlen, während sich Lötkolben mit einer Leistung von bis zu 40 Watt und einer 4,5 bis 6,5mm breiten Spitze für kleinere Lötarbeiten anbieten. Lötpistolen bieten den großen Vorteil, dass die Lötspitze die benötigte Löttemperatur innerhalb weniger Sekunden erreicht.

        Voraussetzung für eine einwandfreie Lötstelle ist, dass die Lötstelle sauber ist.

Bei gröberen Verschmutzungen ist es daher ratsam, die betreffenden Stellen mit Drahtwolle oder Schmirgelleinen zu reinigen, zudem sollten die Lötstellen mit Alkohol gesäubert werden.

Um zu verhindern, dass es zu unsauberen Lötpunkten kommt, muss darauf geachtet werden, dass die Lötspitze nicht an der Lötstelle erkaltet, zudem sollte nicht mehr Lot verwendet werden als erforderlich. Hilfreich kann es sein, die Drähte vor dem Löten zu verdrillen, zu erhitzen und zu verzinnen, weil so glatte Lötstellen einfacher gelingen.

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Thema: Anleitung zum Löten – die Alternative zum Schweißen

Ein Gedanke zu „Anleitung zum Löten“

  1. Hallo,
    ist bestimmt nur ein Schreibfehler, trotzdem reizt es die Lachmuskeln.
    Im Abschnitt: Schweißarbeiten im Alltag, im 3.Absatz steht:“ beim Scheißen über das Löten….“

    Bis dann und lieben Gruß
    Ingrid Brinkmann

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